Anwendung
Die Sicherheitsüberström-Ventilkombination übernimmt bei dem Betrieb eines Kraftwerksblockes die unterschiedlichen Lastbereiche, die sich ergeben, wenn die Turbine den vom Kessel erzeugten Dampf nicht oder nur teilweise aufnehmen kann.
Bei den folgenden Betriebsfällen ist gewährleistet, daß der durch das SÜV geleitete Dampf gekühlt in das Zwischenüberhitzernetz gelangt:
- Beim Anfahren des Kessels (Kalt-, Warm-, Heißstart) übernimmt die Sicherheits-Überströmstation die Aufgabe der Regelung des freien Öffnungsquerschnitts des Hauptventils. Damit kontrolliert das SÜV, daß die maximal zulässige Druck- und Temperaturänderungsgeschwindigkeit im Kessel nicht überschritten und der Dampfdruck gehalten oder beim Kaltstart auf einen Mindestwert gebracht wird.
- Beim Anfahren der Turbine regelt das SÜV die Übergabe der erzeugten Dampfleistung des Kessels an die Turbine. Der freie Öffnungsquerschnitt des Hauptventils wird mit zunehmender Öffnung der Turbineneinlaßventile geschlossen. Der Übergabevorgang ist beendet, wenn die Turbine den erzeugten Dampf vollständig übernommen hat und das SÜV geschlossen ist.
- Bei der Führung im Leistungsbetrieb hat das SÜV die Aufgabe, im Falle von relativ schnellen Leistungsabsenkungen der Turbine, den Überschußdampfstrom abzuführen, sowie Druckspitzen zu übernehmen.
- Die Sicherheitseinrichtungen müssen bei allen möglichen Störungen des Betriebes gewährleisten, daß der Dampfdruck im Kessel und im Frischdampfsystem des Blockes nicht über den maximal zulässigen Wert ansteigen kann. Das SÜV erfüllt die Sicherheitsfunktion und ist in der Lage, den vom Kessel maximal erzeugten Dampfstrom vollständig in das kältere Zwischenüberhitzungsnetz abzuführen.
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